27 November 2015

BaFin veröffentlicht Auslegungsschreiben zum Crowdlending

Am 9. Oktober 2015 hat die BaFin ein Auslegungsschreiben zum Crowdlending veröffentlicht. Im Mittelpunkt der Tätigkeit des Crowdlending steht die Vermittlung eines Darlehens über eine Internet-Dienstleistungsplattform zwischen einem Kunden als Darlehensnehmer und einem zum Betrieb des Kreditgeschäfts berechtigten Kreditinstitut als Darlehensgeber. Teilforderungen des Rückzahlungsanspruchs aus diesem Darlehensvertrag werden - direkt oder über einen Intermediär - unter Einschaltung der Internet-Dienstleistungsplattform Anlegern öffentlich angeboten.

Durch Crowdlending-Finanzierungen kann je nach vertraglicher Ausgestaltung eine bankaufsichtsrechtliche Erlaubnispflicht sowohl für die Nutzer (insbesondere für Kreditgeber, Kreditnehmer, Anleger) als auch für den Betreiber der Crowdlending-Plattform bestehen. Das Auslegungsschreiben gibt einen allgemeinen Überblick über eine mögliche Erlaubnis- und Prospektpflicht in Bezug auf zwei verschiedene Fallgruppen.

Für die reine Vermittlung von Krediten ist hingegen grundsätzlich keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (§ 32 Abs. 1 KWG) erforderlich (in der Regel besteht jedoch eine gewerberechtliche Erlaubnispflicht). 

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